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Praxistip: Die Eindämmung des Riesenbärenklaus Zu den sogenannten invasiven Arten, also solchen fremdländischen Arten, die durch ihre hohe Konkurrenzfähigkeit dazu neigen, sich rasch auszubreiten und dabei heimische Arten von ihren natürlichen Standorten zu verdrängen, gehört an unseren Fließgewässer neben dem Indischen Springkraut und dem japanischen Staudenknöterich auch der Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum). Gefährlich ist dieser aus dem Kaukasus stammende, auch Herkulesstaude genannte bis zu 3,5 m hohe Doldenblütler außerdem durch sein in allen Pflanzenteile enthaltenes Furocumarin. Kommt dieses Gift auf die Haut, löst es bei Sonneneinstrahlung starke allergische Reaktionen aus. Die dabei wie bei einer Verbrennungen entstehenden Blasen können noch monatelang zu sehen sein. Schon die Dämpfe können zu Übelkeit und Erbrechen führen. Besonders gefährdet sind Kinder. Die Bekämpfung des Riesenbärenklaus haben sich auch viele Bachpaten zur Aufgabe gemacht. Erschwert wird sie durch die enorme Vermehrungsfähigkeit der Pflanze. Eine einzige Pflanze kann bis zu 100.000 Samen bilden, die federleicht sind und sich daher mit Wasser und Wind hervorragend ausbreiten. Ihre Keimfähigkeit verlieren sie erst nach sieben Jahren. Ein Zurückdrängen des Riesenbärenklaus ist daher nur mit großem Aufwand möglich. Voraussetzung für einen Erfolg ist zunächst ein abgestimmtes Vorgehen innerhalb eines (Teil-) Einzugsgebietes, damit einmal befreite Uferbereiche nicht sofort von oberhalb gelegenen Standorten wiederbesiedelt werden. Bekämfungsmaßnahmen müssen also am Oberlauf beginnen und dann sukzessive bachabwärts fortgesetzt werden. Praxis-Tipps zum Vorgehen im Gelände:
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