Bachpaten stellen sich vor:

Bachpatenschaft Götsche /Gutenberger Bach

Im Herbst 2002 entschloss ich mich zur Übernahme einer Bachpatenschaft für die Götsche von Teicha bis zur Mündung sowie den Gutenberger Bach. Diese Abschnitte lassen sich durch den Wohnsitz in Sennewitz gut erreichen, liegen so zu sagen vor der Haustür. In der Zwischenzeit erfolgten Begehungen der Wasserläufe, um sich mit den Verhältnissen vertraut zu machen. Die vertraglichen Fragen mit dem Unterhaltungsverband werden wohl in der nächsten Zeit geregelt werden, so dass auch eine Legitimation gegeben ist, die ich persönlich als erforderlich ansehe.
Auf Grund anderer persönlicher Verpflichtungen war mir leider eine Teilnahme an der Gewässerschau nicht möglich. Hier wäre eine rechtzeitige Information über den UHV sinnvoll bzw. ein Austausch vor oder im Anschluss an die Gewässerschau, um die Standpunkte abstimmen zu können. Zu den Gewässern:

Gutenberger Bach
- dieser entspringt östlich von Gutenberg, durchfließt die Ortslage und danach Feldflur bis Sennewitz. Nach Kreuzung der Bahnstrecke Halle- Könnern wird die Ortslage Sennewitz durchflossen und am Ortsausgang ist die Mündung in die Götsche. Durch die noch nicht vollständige Kanalisierung von Gutenberg erfolgt immer noch die Einleitung von häuslichen Abwässern, die das Gewässer einschließlich der Ortslage erheblich belasten. Mit einer baldigen Veränderung ist auf Grund der erforderlichen umfangreichen Baumaßnahmen nicht zu rechnen. Diesbezüglich durch die Gemeinde vorgesehene Maßnahmen entziehen sich meiner Kenntnis. Im Bereich der Ortslage bestimmen private Grundstücke und Gärten einer Gartenanlage den Gewässerverlauf Die Zaunanlagen befinden sich generell an der Böschungsoberkante. Da dadurch eine Pflege, d.h. eine Mahd sehr erschwert wird, wird die Böschung teilweise mit Platten oder Kunststoffbahnen belegt, um den Aufwuchs zu mindern. Der feldseitige Uferstreifen wird zur Ablage von Gartenabfällen genutzt, die dann im Verlauf des Monats März verbrannt werden. Auf Grund des kleinen Einzugsgebietes ist der Grabenquerschnitt ausreichend, insbesondere da außerhalb der bebauten Ortslage keine gefährdeten Objekte bestehen. Innerhalb der Ortslage Sennewitz erfolgt regelmäßig Böschungspflege, im Frühjahr 2003 eine Sohlräumung.

Götsche
- Nach der Ortslage Teicha durchfließt die Götsche bis Sennewitz Feldflur, seit 2002 Brachflächen im Rahmen von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Die Ufer sind von einzelnen Bäumen bestanden, auch erfolgte die Neupflanzung von Erlen. Innerhalb der Ortslage werden die Ufer von Gärten und einem öffentlichen Weg mit angrenzendem Gehölz- und Grünstreifen zur Abgrenzung zum neuen Wohngebiet begleitet. Bis zur Kreuzung der B6 verläuft rechtsseitig ein Wirtschaftsweg, linksseitig grenzen Ackerflächen und Kasernengelände an das Gewässer. Gehölzbestand ist in diesem Bereich nur vereinzelt vorhanden. Nach Kreuzung der B6 fährt rechtsseitig der Wirtschaftsweg weiter, begleitet von neu gepflanzten Hecken. Das linke Ufer grenzt an das Gelände einer Tiefbaufirma mit Baustoffablagerungen bis an die Böschung. Weitere Uferabschnitte, die mit Weidengehölzen bestanden sind. grenzen an Acker- und Brachflächen sowie an ehemalige nicht mehr genutzte Betriebsflächen. Nach Kreuzung der Straße zur Franzigmark durchströmt die Götsche einen Auebereich, fast deltaartig, um danach in einem kanalisierten Abschnitt in die Saale zu münden. Die Straßenbrücke zur Franzigmark erscheint wegen der Verschlammung einen ungenügenden Durchfluss zu haben.
Zwischen Teicha und Sennewitz beginnt sich die Götsche durch Uferabbrüche natürlich zu entwickeln, was durch die beidseitige Brachebewirtschaftung keinen Einspruch hervorrufen dürfte. Die ehemalige Faschinenverbauung ist nicht mehr funktionstüchtig aber aus den oben genannten Verhältnissen auch nicht erneuerungsbedüftig, wenigstens nicht kurzfristig. Uferschäden und damit Beeinträchtigungen angrenzender Grundstücke entstehen durch die Handhabung einzelner Gartenbesitzer/-nutzer, die den Rasenschnitt auf der Böschung ablagern, so die vorhandenen Grasnarbe zum Absterben bringen und das Ufer ungeschützt der Erosion überlassen. Vereinzelt sind Treibgutansammlungen vorhanden, die einer Entsorgung bedürfen. Hier habe ich mir vorgenommen, demnächst mit den betreffenden Anliegern ins Gespräch zu kommen. Über die Mitarbeit weiterer Personen oder Interessengruppen (Heimatverein o.ä.) habe ich noch keine konkreten Vorstellungen, da ich als „Neubürger“ noch zu wenig heimisch bin.

Sennewitz, im Juni 2003
Heino Lutz, An der Götsche 15, 06193 Sennewitz

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