Bachpaten stellen sich vor:

Naturclub Dölau

Wir sind fünf Mädchen im Alter von 11-15 Jahren und wohnen in Dölau und Lieskau. Wir haben zusammen den Naturclub Dölau gegründet. Und alles hat so angefangen: 1999 haben sich drei von uns zusammengefunden, um miteinander die Natur zu beobachten und zu verändern. Dazu bot der Stadtwald in Dölau gute Möglichkeiten. Wir haben zahlreiche Müllsammlungen unternommen. Das war sehr interessant, da neben dem alltäglichen Krempel, wie z.B. Colabüchsen auch ausgefallenere Dinge wie z.B. ein Bettgestell, ein Fleischwolf oder ein Kinderwagen zu finden waren. Doch die Müllsammlungen waren auch auf Dauer frustrierend, da immer wieder Müll von Menschen in den Wald getragen wurde. Zum Geburtstag eines Mitgliedes haben wir am Hechtgraben Schwarzerlen gepflanzt.
Durch die Einladung zur UfU-Tagung „Bürgerbeteiligung konkret: Von Abwasserkanälen zu gesunden Bächen“ im Oktober 2001, sind wir auf Bachpatenschaften aufmerksam geworden. Wir haben beschlossen den Hechtgraben in Form einer Bachpatenschaft zu betreuen. Durch eine falsch geleitete Pflegemaßnahme wurden unsere Schwarzerlen zum größten Teil umgesenst. Wir mussten die Pflanzaktion wiederholen. Jetzt wurden auch andere Mädchen auf unseren Club aufmerksam und schlossen sich uns an. Außerdem sind noch kleinere Kinder zu uns gekommen, die aber bisher meist beobachten, doch später sicherlich auch tatkräftig mit anpacken werden. 13 Bäume sind gut angewachsen, aber viele andere sind u.a. durch Rehe beschädigt worden. Durch regelmäßige Kontrollgänge sind wir auf zahlreiche Probleme aufmerksam geworden. Zum Beispiel respektieren viele Anlieger der Kleingärten den Uferschonstreifen von fünf Metern nicht. Ein anderes Problem ist die rasche Vermehrung des Riesen-Bärenklaus, dessen Saum mit der Strömung transportiert wird. Die Beseitigung der Pflanze ist für uns Kinder kaum ohne Hilfe zu bewältigen, weil die Pflanze auf die Haut aggressiv wirkt und der Samen sieben Jahre keimfähig ist. Im Rahmen der Bachpatenschaft hatten wir eine Exkursion mit einer Mitarbeiterin der Universität: Frau Dr. Bernsdorf, mit der wir ein Gewässerprotokoll erstellt haben und die Wasserqualität eingeschätzt haben. Wir werden nun in regelmäßigen Abständen Kontrolluntersuchungen durchführen, welche die Einschätzungen und die Veränderung des Zustandes des Hechtgrabens über längeren Zeitraum beobachtet. Im Frühjahr 2003 werden wir biologische Untersuchungen vornehmen, damit wir die Lebewesen des Baches erforschen und klassifizieren können. Darauf freuen wir uns alle schon sehr.
(Text: Gesu Blaschke)


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