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Bachpaten stellen sich vor:
Förderverein Park Dieskau e. V. Der Park Dieskau, gelegen in der Reideniederung im Osten von Halle, zählt zu den ersten deutschen Landschaftsgärten im englischen Stil, angelegt im 18. Jahrhundert nach dem Vorbild des Wörlitzer Parks. Mit der Anlage des Park wurde eine alte Kulturlandschaft weiterentwickelt, in die sich auch das von der Reide gespeiste mittelalterliche Teich- und Grabensystem harmonisch einfügte.
Schon im 19. Jh. begannen Teile der sehr umfangreich dimensionierten Parkanlage zu verwildern;
seit der Nachkriegszeit blieb der Park dann, abgesehen von der Fischzucht, weitgehend sich selbst
überlassen. Fast alle Baudenkmäler sind aus dem Park verschwunden, das Grabensystem
verlandete weitgehend. In den Jahrzehnten der Vernachlässigung gewann der Park aber auch an
Bedeutung als wichtiges Rückzugsgebiet für eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt
im sonst stark von Industrie, Zersiedlung und industrieller Landwirtschaft geprägten Umland
der Großstadt Halle. Nirgendwo im Saalkreis brüten heute mehr Vogelarten als im Park (etwa 90);
der Erlenbruch am Nordufer des Großen Mühlteichs ist der einzige Biotop dieser Art im Saalkreis.
Der 1999 gegründete Förderverein Park Dieskau hat sich zum Ziel gesetzt, die naturschutz- und denkmalschutzgerechte Wiederherstellung des in Gemeindeeigentum befindlichen Parks zu unterstützen. Besondere Aufmerksamkeit widmet der Förderverein dem Gewässersystem des Parks. Durch die Sanierung des historischen Grabensystems sollen zum einen wesentliche gärtnerische Gestaltungselemente wiederbelebt werden. Zugleich geht es um die Sicherung und Weiterentwicklung der ökologischen Funktionen der Gräben. Mit der Übernahme der Bachpatenschaft will sich der Förderverein diesen Aufgaben in Abstimmung mit dem zuständigen Unterhaltungsverband Untere Saale verstärkt widmen.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Entwicklung des Mühlgrabens
als der zentralen Achse im Grabensystem des Parks. Der Förderverein hat bereits die Wiederherstellung
des Mühlgrabens initiiert. Der vormals weitgehend verlandete Graben führt jetzt wieder Wasser.
Um den zeitweise schwachen Durchfluss zu stabilisieren und mehr Wasser zuzuführen, ist als
nächster Schritt die Wiederherstellung eines Stichgrabens von der Reide her angedacht. Damit
würden auch die vom Förderverein durchgeführten Beräumungen von Anlandungen und
Abflusshindernissen weniger häufig notwendig.
Der Förderverein erhofft sich von der Übernahme der Bachpatenschaft auch eine engere Zusammenarbeit mit dem zuständigen Unterhaltungsverband. Außerdem entspricht die Bachpatenschaft dem Anliegen des Fördervereins, die Öffentlichkeitsarbeit für den Gewässerschutz im Park zu verstärken. Mehr zum Park Dieskau über www.dieskau.de |
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